17.12.2007

Unser Rat

Einigungsstelle

Die AMÖ-Einigungsstelle

Überall, wo Menschen handeln, werden auch Fehler gemacht. Diese Binsenweisheit gilt selbstverständlich auch dort, wo Umzugsspediteure tätig sind. So kommt es auch immer wieder einmal vor, dass ein Umzugskunde mit der Leistung seines AMÖ-Spediteurs nicht zufrieden ist. Was soll er tun, wenn z.B. Schäden entstanden sind, bei denen beide Seiten unterschiedlicher Auffassung über deren Höhe und entsprechenden Ausgleich sind, und es nicht zu einer unmittelbaren Einigung kommt? Die Verärgerung ist dann nachhaltig und der Kunde sicher nicht bereit, positiv über seine Umzugserfahrungen mit einem AMÖ-Spediteur zu berichten.
Hier setzte der Bundesverband Möbelspedition (AMÖ) schon vor Jahren ein Zeichen und richtete eine Einigungsstelle in Hattersheim ein, an die sich jeder Umzugskunde eines AMÖ-Spediteurs kostenlos wenden kann, wenn es in strittigen Angelegenheiten des Umzugs zu keiner Einigung zwischen Umzugsspediteur und Kunde kommt. Alle Umzugsspediteure, die das Zertifikat "Anerkannter AMÖ-Fachbetrieb" des jeweiligen Jahres erhalten, verpflichten sich vorher in einer 10-Punkte-Erklärung, u.a. dem Spruch der Einigungsstelle zu folgen. Das bedeutet für den Kunden, dass sein Anliegen sorgfältig und unabhängig im sogenannten "vorjuristischen Raum" geprüft wird. Dazu reichen Kunde und Umzugsspediteur sämtliche mit dem Auftrag verbundenen Unterlagen bei der Einigungsstelle in Hattersheim ein. Von dort aus ergeht dann auch der entsprechende Entscheid an den AMÖ-Spediteur. Diese Form der Kontrolle von Dienstleistungen der AMÖ-Mitglieder soll den Kunden - und damit den Verbrauchern - zeigen, wie ernst es der Verband mit der Qualität der Dienstleistung seiner Mitglieder nimmt. 

Möglichst früh

So früh wie möglich

Ein Umzug steht vor der Tür. Was ist zu tun? Wo fängt man am besten an, dieses oft unwillkommene Ereignis dennoch ohne zusätzlichen Stress zu überstehen?

Man sollte so früh wie möglich mit den Vorbereitungen am alten Wohnort und für den neuen Wohnort beginnen. Mietvertrag und Urlaub, Kaution und Renovierung, Handwerker und Maklergebühren, Sperrmüll und Wohnungsübergabe. Stichworte, hinter denen oft viel Lauferei und manches Telefonat stehen. Doch das alles ist erst der Anfang. Was drei Wochen vor dem Umzug oder zwei Tage davor zu beachten und zu bedenken ist, setzt den Umziehenden oft unter nicht unerheblichen nervlichen Druck. Auch sollte der Umzug nicht zum Monatsanfang oder Monatsende wegen möglicher Kapazitätsengpässe beim Möbelspediteur geplant werden.

Das und vieles mehr kann jedoch vermieden werden, wenn sich der Umziehende den preiswerten "Umzugshelfer" Ratgeber Umzug leistet
Beim Bundesverband Möbelspedition (AMÖ) e. V., 65795 Hattersheim, Schulstraße 53, ist der 40-Seiten-Ratgeber im DIN A4-Format gegen Voreinsendung eines Schecks in Höhe von Euro 5,-- Schutzgebühr inkl. Porto und Versand zu erhalten. 

Selbstfahrer

Selbstfahrer

Wer umzieht, denkt dabei auch an die Kosten. Besonders dann, wenn auf dem Sparbuch nicht das notwendige "Kleingeld" vorhanden ist oder kein Dritter, zum Beispiel der Arbeitgeber, die Kosten übernimmt.

Deshalb kommt es immer wieder vor, dass der Umziehende die Umzugskartons zwar beim Möbelspediteur einkauft und auch seine wertvollsten Stücke von den Fachleuten einer Möbelspedition verpacken lässt, sich dann aber selbst hinter das Lenkrad eines gemieteten 7,5-Tonners setzt und zum Zuzugsort fährt.

Doch ein solches beladenes Fahrzeug verlangt vom Fahrer Einfühlungsvermögen, anders als beim Personenwagen. Erster Grund: Ein 7,5 t Lkw ist länger und breiter als ein Pkw. Zweiter Grund: Armaturen und Bedienungselemente sind gewöhnungsbedürftig. Dritter Grund: Der gewohnte Innenspiegel entfällt, und der "tote Winkel" ist beim Lkw vergleichsweise erheblich größer. Deshalb ist zu einer "Eingewöhnungsfahrt" auf möglichst freiem Gelände zu raten.
Beim Lkw spielt das wesentlich höhere Gesamtgewicht eine entscheidende Rolle. Auch die Beschleunigungs- und Verzögerungszeiten unterscheiden sich von denen eines Pkw erheblich. Besonders vor und in Kurven ist deshalb höchste Achtsamkeit und großes Einfühlungsvermögen gefordert. 

Billig

Billig ist nicht immer besser - was einem AMÖ-Spediteur und seinem Kunden passierte

Anzeigen von nicht immer seriösen "Umzugsunternehmen", die mit Billigumzügen werben, ohne natürlich die bitterbösen Folgen für den Kunden deutlich zu machen, finden sich verstärkt in Tageszeitungen und Anzeigenblättern, aber auch in den Gelben Seiten. Immer wieder erleben die dann so umworbenen Kunden ihr ganz persönliches Fiasko, wie in der folgenden Geschichte, die auf Tatsachen beruht.

Ein seit über 30 Jahren in einer mittleren Stadt in Nordrhein-Westfalen ansässiges Möbelspeditionsunternehmen erhält eines Tages von einem Kunden den Auftrag für ein Umzugsangebot innerhalb der Stadt. Der Möbelspediteur schaute sich die Wohnung und das Umzugsgut an und gab das erbetene Angebot für 12 Möbelwagenmeter (60 cbm) ohne Nebenleistungen für Beladen-Befördern-Entladen zu einem Preis von 1.850 DM ab.

Vier Wochen hörte der Möbelspediteur nichts mehr von diesem Kunden, bis er sich dann schließlich doch meldete und folgendes erklärte:

Wir haben uns an ein "Preiswertunternehmen" gewandt, welches heute Vormittag, nach dreistündiger Verspätung, bei uns eintraf. Es handelte sich hierbei um eine Spedition aus einer 50 km entfernten Stadt, die mit einem Fahrzeug für ca. 6 Möbelwagenmeter (30 cbm) und drei Mann erschien. Nachdem der Transportführer das Umzugsgut in der Wohnung einige Male "umrundet" hatte, erklärte er kategorisch: "Diese Menge habe ich nicht erwartet und mein telefonisch abgegebenes Preisangebot kann ich auch nicht halten. Im übrigen ist diese Menge auch zu viel". Anschließend setzte er sich mit seinen Männern in den Lkw und verschwand.
Der Kunde musste, es war der vorletzte Tag im Monat, aus der Wohnung raus und hatte aus diesem Grunde in seiner Not den Möbelspediteur angerufen, der ihm 4 Wochen vorher das Angebot gemacht hatte. In zwei Touren wurde dann aus Zeitgründen das Umzugsgut befördert. Der Kunde war, nicht nur weil ihm der AMÖ-Spediteur aus seiner Notlage rasch geholfen hatte, mit dem Umzug sehr zufrieden. 

Umzugspreise

Kein Umzug gleicht dem anderen - auch der Preis nicht

Schwierigkeiten, die nicht zuletzt auch mit der Komplexität in der Umzugssparte des Möbelspeditionsgewerbes zusammenhängen, führen bei der Berichterstattung in den Medien immer wieder zu Irritationen. Dies vor allem dann, wenn in den Beiträgen über Kosten und Preise berichtet wird.

Aber: Kein Umzug gleicht dem anderen. Kein Möbelstück, ob Stuhl, Tisch oder Schrank in der einen Wohnung ist dem in der anderen Wohnung vergleichbar. Von einfach bis hochwertig, von leicht bis schwierig - auf den Auf- und Abbau bezogen - reicht die Vielfältigkeit. Die Wohnungen sind so unterschiedlich wie ihre Bewohner. Es gibt enge und weite Treppenhäuser, steile und flache Treppen usw. Vor der einen Wohnung kann der Spediteur direkt be- und entladen, an der anderen Wohnung muss mehr oder minder weit entfernt geparkt werden. Auch Packen ist nicht gleich Packen. Hochwertiges, teures Porzellan und Kristall z.B. muss aufwendiger vor möglichen Schäden geschützt werden als weniger wertvolles Geschirr. Auch hier gleicht kein Packvorgang dem anderen. Die eine Umzugsspedition arbeitet mit einer kleinen Mannschaft - in Mehrheit Familienangehörige, die andere ist eine Abteilung eines größeren Möbelspeditionsunternehmens mit zahlreichen Fach- und Hilfskräften. Eine Umzugsspedition in einem Ballungsgebiet, wo der Wettbewerb untereinander ungleich härter ist als in einer entfernteren Region. Diese Tatsache wirkt sich nicht unerheblich auf die Preisgestaltung aus. Unterschiedlich hohe Lebenshaltungskosten schlagen sich eben auch in der Kostenrechnung und im Preisverhalten der Umzugspediteure nieder.

Ein anderes Problem ist die Zuverlässigkeit der Informationen, die der Kunde zunächst meist telefonisch, zum Umzug macht. Ein gutes und erfolgreich am Markt tätiges Umzugsunternehmen wird sich kaum auf die Angaben der Umziehenden zum Umzugsgut verlassen oder gar telefonisch aufnehmen, was der Kunde umgezogen haben möchte - von Einzelteilen als Beiladung oder Kleinstumzügen einmal abgesehen. Der Umzugspediteur wird immer gut beraten sein, sich vor Ort über die Gegebenheiten und das Umzugsgut zu informieren.

Das gilt auch für die Nennung sog. "Musterumzüge" in den Medien, die gern als Beispiel erfragt werden, um dem Leser "Daten und Fakten" bieten zu können. Hinzu kommt, dass ein Umzugspediteur in den meisten Fällen auf einen Wettbewerber trifft. Ist das nicht der Fall, wird sein Preisgespräch ausschließlich daran orientiert sein, welchen Preisvorstellungen der Kunde ggf. zu folgen bereit ist. Ist ein Zweiter, Dritter oder gar Vierter mit im Spiel, "kämpft" der Möbelspediteur an mehreren Fronten zugleich. Hier kommt es darauf an, wie überzeugend er dem Kunden seine besondere Dienstleistungsqualität im positiven Sinne "verkaufen" kann oder ob er sich auf einen Preiskampf bis zur unteren Grenze einlassen muss oder will.
Ein weiterer Gesichtspunkt spielt eine ebenfalls nicht zu vernachlässigende Rolle; der Zeitraum, besser der Zeitpunkt, an dem der Umzug stattfinden soll. Ist ein Umzugspediteur nur unter Schwierigkeiten in der Lage, einen zeitlich fixierten Umzug noch durchzuführen, weil sein Auslastungsgrad bereits sehr hoch ist, wird er bei der Angebotsabgabe keinen Anlass zu "Kampfpreisen" mit dem Wettbewerber sehen. Ist sein Unternehmen unterbeschäftigt, stellt sich die Situation für ihn möglicherweise völlig anders dar. Und nicht zuletzt ist auch der Fall denkbar, dass ein Umzugspediteur eigentlich aus ganz unterschiedlichen Gründen kein Interesse daran hat, ein aufwendiges Angebot zu machen, wohlwissend, dass er kaum eine Chance hat, den Auftrag zu erhalten. Hier dürfte dann der Bleistift bei der Kalkulation nicht so spitz sein, wie bei größerem Interesse an dem Auftrag. Erhält er diesen dann - überraschend - doch, wird er sich - ebenso überraschend - über den Auftrag freuen. 

Versicherungen

Transportversicherung gegen unabwendbare Ereignisse

Wer umzieht möchte sich für den Fall der Fälle gegen Schäden absichern. Dazu bietet der Möbelspediteur in seinem ausführlichen Beratungsgespräch dem Kunden folgende Möglichkeiten an:

Die - für den Kunden kostenlose - Haftung des Möbelspediteurs nach § 451 e Handelsgesetzbuch (HGB). Hierbei bemisst sich der Haftungshöchstbetrag auf EUR 620 je Kubikmeter Umzugsgut. D.h. bei einem Umzugsvolumen von 50 Kubikmeter ist der Umzug mit EUR 30.000 versichert. Der Möbelspediteur ist jedoch von der Haftung dann befreit, wenn er einen Schaden trotz der "Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns" nicht abwenden konnte (sog. unabwendbares Ereignis). Um derartige Risiken zu versichern, kann der Umziehende eine Transportversicherung über den Zeitwert des Umzugsgutes abschließen. Dann ist er auch gegen diese sog. unabwendbaren Ereignisse (höhere Gewalt) versichert.
Hier empfiehlt sich für den Umziehenden, die Höhe seiner Hausratsversicherung zum Maßstab der Transportversicherung zu machen und auch dieses Risiko gegen eine preiswerte Prämie auszuschließen. Der AMÖ-Spediteur ist auch hier der kompetente Berater seines Kunden. 

Copyright © 2007-2012 Spediteure.de ~ Impressum ~ Disclaimer ~ Kontakt ~ Mitglied werden ~ Werbung
Login
Exklusiv für Mitglieder
Login
Volltextsuche